Kam ein Bauer mit einer eben gekauften Kuh über die Grenze, so gab er der Kuh bei der ersten Tränke etwas Erde mit in das Tränkgefäß. Seine Hoffnung war, dass sie danach nicht "quiente", also kränkelte. Sicher war man sich auch, dass Kälber, die "im Heitnigge" (bei abnehmendem Mond) geboren wurden, besonders gut "arteten", also heranwuchsen.
Die Schweine wurden mit dem beginnenden Winter im "Waodel", d.h. bei zunehmendem Mond geschlachtet. Man war sich sicher, dass sich das Fleisch dann besser und länger halten würde.
Auch die Hühner- und Gänse-Eier wurden während des Abendläutens der Kirchenglocken "untergelegt", das heißt zum Brüten ins Nest gelegt. Die faulen Eier und Eierschalen wurden nach dem Schlüpfen der Küken in ein Erdloch eingegraben, "damit die Tiere gut zusammenbleiben".
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