Gruss aus Zwilipp III
Zwilipp, gut zwei Jahrzehnte später: Der Efeu am Kirchturm hat die Spitze erklommen, der Gasthof hat einen Vorbau und einen Dachausbau mit Balkon bekommen und ist verputzt worden. Auch die Schule zeigt sich vergrößert und massiv aus Stein. Diese Postkarte stammt aus dem Besitz von Lothar Varchmin, dem Enkel des letzten Gastwirts, der heute mit seiner Familie in Steinhagen/ Westfalen lebt. Zu diesem Bild passt auch eine kleine Anekdote aus dem Jahr 1930, ebenfalls von Lothar Varchmin notiert: Dereinst üblich war, dass der Lehrer auch das Amt des Organisten inne hatte. Lehrer Max Michaelis stellte sich jedoch vor den Gemeinderat und forderte eine Geige. Andernfalls würde er das Organistenamt niederlegen. Der Gemeinderat verwies auf die leere Kasse und auf Charlotte Berg, Tochter des Malers Berg. Sie, später Mutter von Lothar Varchmin, bekam die Organistenstelle, später übertrug man der jungen Frau, die zugleich die Schwiegertochter des Gastwirts war, noch das Amt der Posthalterin von Zwilipp.